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RAID5 Datenrettung aus QNAP TS-412 NAS

Ausgangslage: Festplattendefekt und RAID 5 Rebuild keine Daten mehr vorhanden

Das QNAP System warnte, dass eine der vier Seagate Festplatten vom Typ: ST3000VX000 mit je 3TB Datenvolumen defekt sei. Daraufhin wurde die defekte Seagate HDD vom Administrator des Unternehmens durch eine Festplatte vom Typ WD40EFRX-68WT0N0 (Western Digital) ersetzt. Im Anschluss wurde ein Rebuild des als RAID 5 organisierten Festplatten-Arrays durchgeführt. Laut dem NAS war dieses erfolgreich. Zur Verwunderung des Administrators waren jedoch sämtliche Daten verschwunden.

Analyse: RAID Datenträger per Tiefenanalyse begutachtet

Nachdem die vier Festplatten im Labor angekommen waren, begann sofort die Diagnose im Express-Modus. Innerhalb von 8,5 Stunden (inkl. Erstellen von 1:1 Kopien der Festplatten) stand fest, dass innerhalb des RAID5 Daten logisch beschädigt waren. Offensichtlich wurden diese in dem vermutlich fehlerhaft verlaufenen Rebuild vom QNAP System überschrieben worden. Die ermittelte Datengröße betrug knapp 2Terrabyte verwaltet durch ein EXT4 Dateisystem. Anhand der ermittelten Rohdatenfragmente konnte ein Workflow zur Datenrettung des RAID5 ermittelt werden.

Datenrettung: RAID 5 Daten konnten erfolgreich wiederhergestellt werden

Um möglichst schnell an die Daten zu gelangen, wurde unmittelbar nach Abschluss der Diagnose mit der Datenrettung begonnen. Anhand sämtlicher verfügbarer Festplatten konnten die erforderlichen fehlenden Teile der Paritätsdaten des RAID5 ermittelt und in manuellen Arbeitsschritten zusammengefügt werden. Die Konsistenz des ehemaligen RAID Volumes konnte zu 100% wiederhergestellt werden. Die benötigten Daten, in erster Linie abgelegte Office Dokumente und Foto-Dateien eines Archives konnten vollständig bereitgestellt werden. Für die Wiederherstellung der Daten benötigten wir 48 Stunden inkl. Kopiervorgängen.

Kommentare

  • Dieter Brettl 18.07.2019

    Ich bin tatsächlich bis vor kurzem davon ausgegangen, dsas bei einem RAID keine Daten verloren gehen kann, weil ja alles gespiegelt bzw. verteilt gespeichert wird. Geht eine Festplatte kaputt, wird sie einfach getauscht, Rebuild und fertig. Was mir die Augen geöffnet hat, war ein Ausfall von zwei Platten gleichzeitig. Damit hätte ich nicht gerechnet. Es war so, dass diese innerhalb von wenigen Stunden nachts den Geist aufgegeben hatten und am Morgen das Volume offline war. Ich musste mich also abgesehen vom nicht getesteten Backup eines besseren belehren lassen. Was ich in diesem Zusammenhang auch festgestellt habe, ist die Unsicherheit des RAID gegen Ransomware oder auch überschriebene Daten. Ich kann also nur sagen, macht euch ein vernünftiges Konzept der Datenstruktur udn richtet euch dann darauf ein mit Datensicherungen und regelmäßigen Tests.

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