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Digitaler Nachlass – Infos & Tipps

Entscheidend ist wie beim Testament die Frage: Was will ich? Über den Tod hinaus in den Profilen weiterleben und damit Menschen erinnern? Was passiert mit defekten elektronischen Geräten und deren Daten nach dem Ableben?

Was ist ein digitaler Nachlass?


Jeden Tag sterben in Deutschland rund 2.600 Menschen. Das heißt, alle paar Minuten stoppt die Atmung bei einem Instagram- oder Facebook-Nutzer. Was mit seinen Fotos und Posts passieren soll, hat er nicht entschieden. Blogs, Chats, Kommentare, Nachrichten und Bestellungen hinterlassen online Spuren, die kaum überschaubar sind. Nach dem Ableben müssen sie mühevoll rekonstruiert werden. Die Summe dieser virtuellen Hinterlassenschaft wird als „digitaler Nachlass“ bezeichnet. Bei vielen Anwendern des World Wide Web bleibt dieser ungeklärt. Für Erben eine schwierige Situation, denn in den meisten Fällen fehlen Zugänge und die Übersicht.

Daten geerbt, was tun?

Sie haben vier Möglichkeiten als Erbe von Daten mit dem digitalen Nachlass umzugehen:

  1. Erhaltung
  2. Löschung
  3. Archivierung
  4. Übertragung an Dritte

Je konkreter Verstorbene festlegen, was mit ihren digitalen Daten geschehen soll, desto selbstbestimmter kann das im digitalen Raum verbleibende Bild einer Person auch nach ihrem Ableben erhalten bleiben.

1. Schritt – Bestandsaufnahme


Ob das Alter Ego über den Tod hinaus online sichtbar bleibt, entscheidet der letzte Wille. Persönliche Daten im Internet können weiterhin gepflegt und mit der wichtigen Information des Sterbedatums inklusive der Umstände ergänzt werden.

2. Schritt – Liste mit Onlinemitgliedschaften erstellen


Profile, Benutzernamen und Zugangsdaten sind die halbe Miete. Gibt es im Nachlass keine Aufzeichnungen darüber und der Zutritt zu Onlinedepots, Kryptowährungen & Co. bleibt verschlossen, hilft eine professionelle Datenrettung zur Datenwiederherstellung bei defekten Geräten, kaputten Laufwerken oder anderen nicht funktionierenden Speichermedien aus dem Erbe.

3. Schritt – Vermögenswerte evaluieren


Sie wissen aus Gesprächen mit dem Erblasser von einer digital verwalteten Vermögensexistenz, in den physischen Unterlagen erscheint jedoch keine Information darüber? Legen Sie die digitale Spurensuche in professionelle Hände. Die Datenrettung auf Speichermedien und Datenträgern ist Ihre Chance, vollständige Dokumente zu erhalten, die Sie zum Übertrag von Vermögen berechtigen.

Umgang mit Datenrettung von geerbten Daten & Datenträgern

Was tun, wenn Datenträger defekt sind oder unzugänglich? Gelangen Sie zu Ihrem Recht!

Die forensische Datenermittlung und Datenrettung sind zwei Möglichkeiten, die Sie als rechtmäßiger Erbe in Anspruch nehmen können. Beide Methoden widmen sich der Wiederherstellung von kaputten Datenträgern wie Flashspeichern, Festplatten, HDD, SSD, RAID, NAS oder herkömmlichen Speichermedien. Auch bei verschlüsselten Daten besteht unter Umständen, diese durch eine Fachfirma für Datenrettung zu entschlüsseln.

Achtung: Dazu ist ein Nachweis notwendig, der Sie als Erbe ausweist, um den Zugriff auf Daten zu erhalten. Wir begeben uns für Sie auf Spurensuche!

Wie ist ein digitaler Nachlass zu organisieren?


Urheberrecht, Datenschutz, Persönlichkeitsrechte oder die Rechte von Dritten – diese Rechtsgebiete sind bei einem digitalen Nachlass involviert. Für virtuelle Güter besteht im deutschen Erbrecht noch keine einheitliche Regelung (Stand 01.2021), vielmehr greift bei eigens verfassten Inhalten oder hochgeladenen Bildern das Urheberrecht. Komplizierter ist die Regel bei Onlinekonten, Depots oder E-Wallets. Theoretisch erben testamentarisch bedachte Hinterbliebene oder in der Erbfolge gereihte Familienmitglieder bestehende Vermögenswerte. Die Herausgabe von Daten wird allerdings durch das Datenschutzgesetz geschützt, Erben erhalten in der Regel keinen Zugang zu den Daten.

Checkliste – relevante Daten zusammenfassen & bereitstellen

  • Onlinekonten – Daueraufträge, Vertragsdaten, Guthaben, Zugangsdaten, Nachrichtenverläufe, Verträge, Transaktionslisten
  • E-Mail-Konten – E-Mails, Zugangsdaten, private und berufliche Adressen
  • Onlinedienste – hochgeladene Medien, Zugangsdaten, Nachrichtenverläufe
  • Software as a Service – geschäftliche Daten, Vertragsdetails, Zugangsdaten
  • Hardware – Dokumente, Medien, Projekte
  • Onlineprofile in Netzwerken und sozialen Medien – Zugangsdaten, hochgeladene Medien, Nachrichten, Profilinformationen
  • Onlinelizenzen und andere Besitztümer – Übertragungsregelungen, Vertragsdetails, Zugangsdaten, Kündigungsbestimmungen
Autor: Stefan Berger
Stefan Berger ist seit Ende der 90er Jahre in der IT-Branche zugegen. Seine Spezialgebiete sind IT-Sicherheit, Datenrettung und IT-Forensik im Zusammenhang mit Datenwiederherstellung. Für RecoveryLab.de schreibt er als Experte Fachartikel und Serviceartikel, um Betroffenen von Datenverlust ein sinnvolles und umfangreiches Hilfsangebot zur Wiederherstellung von Daten zu ermöglichen.

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