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Datenrettung-Citrix-XenServer-Recoverylab

Ausgangslage: XenServer wurde immer langsamer, danach kein Neustart mehr möglich

Ein Supermicro Serversystem mit zwei RAID-5 Arrays aus 4 SATA Festplatten vom Typ: WD1003FBYX mit einer jeweiligen Datenträgerkapazität von 1TB musste sollte neu gestartet werden. Bereits zuvor wurde eine Festplatte durch den RAID-Controller (Adaptec 5405) als failed gekennzeichnet. Zudem war die Servergeschwindigkeit offenbar aufgrund des Degraded Zustandes deutlich langsamer. Nachdem alle virtuellen Server innerhalb der XenServer Architektur heruntergefahren wurden, erfolgte der Neustart. Während des erneuten Hochfahrens des Host-Systems waren beide RAID Arrays offline. Ein Start des Citrix XenServer war nicht mehr möglich.

Patrick Weimer von atec GmbH & Co. KG: "Wir hatten keine E-Mails mehr, keine Daten mehr für unsere Maschinen, wir waren komplett von der Außenwelt abgeschnitten."

Express-Diagnose: XenServer

Die Serverfestplatten wurden per Expresskurier in unser Labor zur Diagnose gebracht. Innerhalb von wenigen Stunden lag das Ergebnis vor. Ein Datenträger war mechanisch beschädigt (Schreib-Lesekopfschaden). Dieser Ausfall wurde bereits mehrere Wochen vor dem eigentlichen Serverausfall registriert. Ein weiterer Datenträger wurde durch den RAID-Controller aufgrund von Sektorenfehlern als defekt markiert. Die zwei verbleibenden Datenträger waren physisch intakt. Innerhalb der beiden RAID5 Arrays stellten wir massive logische Beschädigungen durch destruktive Schreibzugriffe fest. Aufgrund der Virtualisierung mittels Citrix XenServer lagen starke Verkapselungen innerhalb der Virtualisierungsebenen (bis zu 6 Layer) vor. 23 virtuelle Laufwerke waren innerhalb von 5 virtuellen Servern verteilt.

Express-Datenrettung: Data Recovery erfolgreich

Die Citrix XenServer Datenrettung erfolgte mehrstufig. Zunächst führten wir eine Reparatur der mechanisch defekten Festplatte (Western Digital WD1003FBYX ) aus indem u.a. der Austausch der Schreib-Leseköpfe erfolgte. Danach folgte die Wiederherstellung der Festplattendaten. Mittels den gewonnenen Rohdaten und den noch vorhandenen RAID-Fragmenten erfolgte dann die logische Rekonstruktion der aufeinanderfolgenden Ebenen. Zum Schluss wurde die Rekonstruktion der XenServer VHD Volumes durchgeführt. Dabei war es besonders wichtig, die Konsistenz auf Dateisystemebene sicherzustellen, damit die Lesbarkeit (Mounten) durch den Kunden ermöglicht werden konnte. Es konnten alle virtuellen Laufwerke fehlerfrei wiederhergestellt werden. Die enthaltenen Windows Systeme (4 x MS Server 2003 32Bit, 1 x Windows XP Professional) konnten nach einer kurzen administrativen Korrektur einwandfrei gestartet werden. Die Datenvolumes konnten fehlerfrei im System gemountet werden.

Dadurch konnten die virtuellen Maschinen (Citrix XenServer Dateien) konsistent wiederhergestellt werden.

Wie bei vielen virtuellen Datenrettungen war die Ursache für den Datenverlust ein Defekt des zugrundeliegenden Datenträgers (in diesem Fall eines RAID-Verbundes). Auch bei vmWare Systemen sind vergleichbare Szenarien denkbar.
Hinweis: Bitte beachten Sie, dass XenServer VHD Volumes nicht unter Microsoft Hyper-V gemountet werden können. Sollten Sie eine Konvertierung im VHD Format für Microsoft benötigen, führen wir das nach Rücksprache kostenfrei im Wiederherstellungsprozess mit für Sie aus.

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